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Letzte Aktualisierung vom
8. August 2016

 
 

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Benny (Charly vom Raffelsberger Gut)

Nach der schönen Zeit mit Wicky wollten wir als Nachfolger wieder einen Westi zu uns holen. Und so fand der kleine Charly vom Raffelsberger Gut den Weg in unsere Wohnung, den wir der Einfachheit halber jedoch Benny tauften. Im Gegensatz zur Wicky war Benny nun ein ganz typischer West Highland White Terrier - eigensinnig, dickköpfig und sehr selbstbewusst.

Benny war sich sicher, dass er der Mittelpunkt des Familienrudels war. Wo sich Wicky untypischerweise jederzeit Streicheln und Kämmen lies, wollte Benny selber bestimmen, wann er auf den Schoß genommen werden oder seine Unterwolle ausgebürstet haben wollte.
 
Natürlich war er ein süsser kleiner Racker, und den Umstand, dass man einen kleinen und so schön weißen Hund als Mensch unweigerlich lieb haben musste, wusste er zu seinem Vorteil auszunutzen. Er war kein böser Hund - vielmehr war er eben ein waschechter Terrier, der seinem eigenen Willen folgte... wenn nötig, auch mit dem Kopf voran durch die Wand.

Neben diversen Kauspielzeugen liebte Benny seine Kuscheltiere, die er in seinem Körbchen einquartierte und manchmal (offenbar weil sie nicht brav waren) auch hingebungsvoll beutelte. Sein Schlafkörbchen war sein allerheiligstes, und man war gut beraten, ihn in Ruhe zu lassen, wenn er sich dorthin zurückzog.
 
Was er vor allem dann tat, wenn es Zeit für die Fellpflege wurde. Hier wurde ihm sein schönes weißes Fell zum Verhängnis, denn so ein Haarkleid belibt von alleine nicht so sauber. Also lies er es mit leidensbitterer Mine über sich ergehen, hin und wieder gebadet zu werden. Seine größte Angst galt jedoch dem Friseurbesuch und wir konnten froh sein einen Hundefriseur zu finden, der es mit ihm aufnehmen konnte.

Nach unserem Umzug ins eigene Haus nahm er sofort den dazugehörigen Garten in seinen Besitz. Wie ein König stolzierte er herum und stellte gegenüber allen Katzen, Hunden und Passanten klar, wem er gehörte. Wie dekorativ ein Westi auf grünem Gras wirkt, kann man auf dem neben stehenden Bild bewundern...
 
Von unseren Spaziergängen trug er fortan stets einen Stein im Maul bis nach Hause und legte ihn neben der Eingangstür ab. Warum, hat er uns nie erzählt - vermutlich wollte er irgendwann einmal "steinreich" sein. Vielleicht hing es damit zusammen dass wir ihm nicht erlaubten, im Garten Löcher zu buddeln und Knochen zu vergraben?

So grumpelig er auch sein mochte, Benny hatte das Herz am rechten Fleck. Als Richard geboren wurde hatten wir befürchtet, dass es zu Eifersuchtsausbrüchen kommen könnte, doch Benny verhielt sich neutral. Oftmals saß er am Zaun und bewachte das Haus mit dem Baby, oder er patroulierte um den Kinderwagen im Garten herum und rief uns zur Ordnung wenn wir es wagten, uns auch nur einige Schritte zu entfernen um mit dem Nachbarn am Zaun zu ratschen.
 
Später ging Benny gerne mit uns und Richard spazieren und lies sich auch von ihm an der Leine führen. Alles in allem schien Benny doch ein wenig stolz auf den kleinen Menschen-Welpen und seine neue Aufgabe als "Aufpasshund" zu sein.

Westis sind schöne Hunde, doch den Nachteil der gezielten Zucht auf ein makelloses weißes Fell bekam Benny schließlich zu spüren. Mit zunehmendem Alter litt er unter Hautkrankheiten, die vermutlich auf die "Überzüchtung" der West Highland White Terrier als "Modehunde" zurückzuführen waren. Mit fortschreitendem Alter kamen Knochen- und Gelenkschmerzen hinzu - er konnte sich nur noch langsam fortbewegen, wollte nicht mehr springen und verweigerte auch, sich nehmen und heben zu lassen.
 
Im Alter von 12 Jahren war schließlich der Zeitpunkt des Abschieds gekommen. Richard - obwohl noch nicht einmal drei Jahre alt - litt sehr unter dem Verlust seines vierbeinigen Freundes. Er erzählte uns dass Benny nun "im Himmel sei und dort mit einem roten Drachen Ball spielen würde". Weil er Benny so sehr vermisste entschieden wir uns schließlich, einen neuen Anlauf zu starten und begaben uns auf die Suche nach einem tierischen Nachfolger.