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Letzte Aktualisierung vom
8. August 2016

 
 

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Nixe (Bombastik Nackatenix)

Wie kommt man nun aber an einen Zwergpinscher? Wir haben damals lange im Internet nach Züchtern gesucht, die sich und ihre Zucht möglichst detailliert und anschaulich präsentieren. Aus einer ersten Auswahl von drei Züchtern haben wir schließlich den Kennel "vom Südstern" ausgewählt.
Die Züchterin Frau Minolts hatte mehrere Hündinnen und kümmerte sich als ausgebildete Hundetrainerin nicht nur sehr gut um ihre Tiere und die Welpen, sondern prüfte auch uns bei unserem ersten Besuch im Kennel auf Herz und Nieren, um festzustellen ob wir überhaupt für die Abgabe eines Welpen geeignet wären. Da wir schon Erfahrung im Umgang mit Hunden hatten (ich hatte zuvor bereits zwei "Westis") und sowohl über das nötige Maß an Gelassenheit wie auch die erforderliche Konsequenz verfügten, konnten wir diesen "Test" erfolgreich bestehen.
Wir haben damals zwei wichtige Dinge gelernt: zum einen verkauft ein guter Züchter seine Welpen nicht einfach dem nächstbesten Kunden, der zur Gartentür hereinkommt, sondern er sucht sich die zukünftigen Besitzer sorgfältig aus. Zum anderen hat ein Welpe aus einem guten, vom Zuchtverband kontrollierten Zwinger seinen Preis - in unserem Fall kostete unser Rüde knapp 700 Euro. Ein stolzer Betrag - aber er war jeden Cent davon wert: vom Tierarzt kontrolliert, geimpft, entwurmt, gechippt, mit kompletten Papieren ausgestattet, auf mögliche Erbkrankheiten getestet und von einer erfahrenen Züchterin von Anfang an liebevoll betreut, hat er uns seither stets nur Freude gemacht.
Ein weiterer Hinweis für einen guten Züchter ist, wie er mit seinen Hündinnen umgeht, wenn sie "zu alt" für die Zucht sind. Frau Minolts hat für ihre Hunde alle ein gutes Plätzchen ausgewählt, bei Leuten, die sie zuvor über ihr jährlich veranstaltetes Fest oder ihre Hundeschule persönlich kennengelernt hatte. Gleiches galt auch für die Welpen: im Kaufvertrag behielt sie sich ausdrücklich das "Rückkaufsrecht" vor, falls man seinen Hund später aus irgendeinem Grund nicht mehr hätte behalten können.

Leider hat Frau Minolts aus persönlichen Gründen ihren Zwinger im bayerischen Wald Anfang diesen Jahres aufgelöst. Der Pinscher-Schnauzer-Klub führt jedoch für die bei ihm organisierten, kontrollierten Züchter eine aktuell gehaltene Liste, an der man sich orientieren kann. Jeder im PSK vertretene Züchter hat sich verpflichtet, die Zuchtordnungen des Verbands zu befolgen und wird in regelmäßigen Abständen von den Zuchtwarten kontrolliert. Bei diesen Züchtern kann man also davon ausgehen, dass man einen gesunden Welpen aus guten Verhältnissen bekommen kann.
 
Was man aber unbedingt beim Kauf eines Zwergpinschers berücksichtigen muß (außer einer rassegerechte Haltung) ist der "Suchtfaktor". Hat man einmal einen Zwergpinscher im Haus, spielt man schon bald mit dem Gedanken, sich einen weiteren zu holen.
 
Merke: Man hat immer einen Zwergpinscher zu wenig!

Nixe ist die Mutter von unserem Rüden Zuco. Als ich sie das erste Mal gesehen habe war sie noch "in der Zucht", doch hatte ich mich sofort in sie "verliebt". Am liebsten hätte ich sie sofort mitgenommen... aber ich mussten warten, bis sie ihren "aktiven Dienst" beendet hatte und mit acht Jahren gemäß der Zuchtverbandsordnung nicht mehr zum Decken verwendet werden durfte.
 
Nixe war seit jeher ein richtiger Kuschelhund - schon bei unserem ersten Besuch sprang sie mir sofort auf den Schoß, um sich kraulen zu lassen. Diese Vorliebe hat sich mit dem Alter eher noch verstärkt, was aber nach den ganze Jahren anstrengender Welpenaufzucht (sie hatte insgesamt 13 Kinder auf die Welt gebracht!) wohl auch verständlich ist.

Am liebsten liegt sie bei uns auf dem Sofa, kuschelt sich in die darauf ausgelegte Decke und verschläft den halben Tag. Sobald sich jemand ihr nähert hebt sie den Kopf und blickt ihn erwartungsvoll an - setzt sich derjehnige dann zu ihr, ist es um ihn geschehen und nichts auf der Welt kann ihn noch davor retten... ihr den Bauch kraulen zu müssen.
 
Dafür zieht sie alle Register, die ihr zur Verfügung stehen: zuerst kommt der treue Hundeblick aus zwei dunklen Knopfaugen von schräg unten, um die Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen. Reicht das nicht aus, wird im nächsten Schritt sanft die Vorderpfote auf das Bein von Herrchen oder Frauchen gelegt, um sich in Erinnerung zu bringen. Schließlich dreht sie sich auf den Rücken und lächelt mit leicht herausragendem Fangzähnchen - spätestens dieses Manöver lässt auch das standhafteste Herz erweichen.

Als erfahrene Hundemutter sorgt sich Nixe natürlich stets um ihr Rudel. Vor allem ich als ihr Frauchen stehe quasi unter ständiger "Beobachtung": wo geht sie hin, macht sie vielleicht Futter, möchte sie mir den Bauch kraulen? Ihre Anhänglichkeit geht sogar soweit, dass sie sich mitten beim Gassigehen umdreht und schnurstracks nach Hause rennt, wenn ich einmal nicht mitgehen kann. Dann steht sie plötzlich vor der Tür und wartet darauf, das Frauchen sie wieder hereinlässt.
 
Aber auch sonst behält sie ihren Sohn und Richard im Auge - nicht, dass die beiden "Lümmel" am Ende noch irgendetwas anstellen! Selbst wenn die beiden nur ein wenig heftiger miteinander spielen ruft sie sofort zur Ordnung - es könnte ja irgendwas passieren.

Vielleicht liegt es auch daran, dass Nixe natürlich bereits eine "alte Dame" und ein bisschen grau um das Schnäuzchen geworden ist - sie mag es halt einfach "gemütlich" und an Raufspielen muß sie nicht mehr teilnehmen. Lieber liegt sie in der Nähe des Ofens und genießt ihren "Ruhestand".
 
Was aber nicht heißen soll, dass Nixe ein fauler Hund ist! Wie auch ihr Sohn ist sie überaus wachsam und den gespitzen Ohren entgeht kein noch so kleines Geräusch - seien es die Schritte des Postboten vor der Hautür oder dass Rascheln einer Kekstüte. Beim Wachdienst teilt sie sich die Arbeit mit ihrem Sohn - Zuco patroulliert an den Fenstern und sie übernimmt im Zweifelsfall das "Melden". Vor allem beschützt sie ihr Rudel vor so gefährlichen Tieren wie Nachbarskatzen - eine Tiergattung, gegen die sie einen wohl erblich bedingten Groll hegt. Ich erzähle lieber nicht die dazu passende Hintergrundgeschichte...
 
Was natürlich auch beiträgt ist die enge Anbindung an die Familie - das schweißt den Rudelverbund zusammen. Als mehrfache Mutter hat sie unseren Sohn Richard quasi "adoptiert" und auch bei anderen, ihr im Grunde genommen "fremden" Kindern ist sie sehr zutraulich, lässt sich streicheln und versucht, wenn sie die Gelegenheit hat, allen hin und wieder einen schnellen "Kuss" mit ihrer erstaunlich langen Zunge zu geben.
 
Sie ist einfach ein richtiges "Kuscheltier".